Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Läuten kaum die Maienglocken

Liedtext

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first_lineLäuten kaum die Maienglocken
lyricLäuten kaum die Maienglocken
Leise durch den lauen Wind,
Hebt ein Knabe froh erschrocken
Aus dem Grase sich geschwind,
Schüttelt in den Blütenflocken
Seine feinen, blonden Locken.
Schelmisch sinnend, wie ein Kind.

Und nun wehen Lerchenlieder
Und es schlägt die Nachtigall,
Rauschensd von den Bergen nieder
Kommt der kühle Wasserfall,
Rings im Walde bunt Gefieder:
Frühling, Frühling ist es wieder
Und ein Jauchzen überall.

Und den Knaben hört man schwirren,
Goldne Fäden zart und lind
Durch die Lüfte künstlich wirren
Und ein süsser Krieg beginnt:
Suchen, Fliehen, schmachtend Irren,
Bis sich alle hold verwirren.
O bgelücktes Labyrinth!
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