| lyric | 1. Ich hab' im Schnee ein Röselein mit eigner Hand gepflanzt. Trutzröselein hab ich’s genannt, kein schönres ist im ganzen Land ich bin im fahlen Winterschein ums Röelsein hergetanzt.
2. Im Herbst und schwerer Herzensnot senkt’ ich die Ranke ein. Mein Liebster ging in Saus und Braus, weiß Gott, wohin, ins Land hinaus. Ich schrie die Qual in mich hinein, die grau war wie der Tod.
3. Die Ranke ward vom Tränentau gar wunderlich gestärkt; die Blättlein wanden sich herfür, ein Röslein pocht’ an meine Tür: Da bin ich, du lieb Äuglein blau und hast mich nicht gemerkt.
4. Und neue Knospen gehn herfür, herfür im Freudenschein. Was sprang wie Traum von meinem Mund? Ein Lied von Lieb’ im Maiengrund. Der Frühling steht groß in der Tür, wie kam er nur herein? |