| lyric | Welch Stöhnen! In Tönen voll Jammer! heraus aus der Kammer voll Trübsinn und Sorgen, es lacht ja der Morgen im Sonnenschein! Hinaus! in die Welt hinaus!
Horch! Wie so klar der Klang! Wie schmeichelnd der Gesang! Vom Berge lind weht Frühlingswind mit kosendem Hauch! Was da versunken tief in Winters Armen schlief, lockt er zum Licht, bangendes Herz, dir auch! Vor dir liegt das Leben, vor dir liegt die Pracht im Duft, im goldnen Schein. Erkenne die Stunde, zu der du erwacht, und Lenz und Lust und alles ist dein.
Rasch nur dem Glück die Hand gereicht, wenn es im Flug vorüberstreicht; denn, ach, nie wieder kehrt zurück dieser el’ge Augenblick. Drum wirf dich hinein in die wonnige Welt, sie zu packen, wo sie dir am besten gefällt. Nur das Eine, Feine versteh’, was sie spricht: Vergiß die Liebe nicht!
Liebesträume junger Nächte! Süße Qual holder Mächte! Wer euch niemals verbrächte, hat den Trost, den wunderbaren, nie erfahren und weiß noch nichts vom Glück! Ach, noch einmal zwanzig Jahr! Blond und lockig das Haar! Frisch und rosig das Gesicht! Nun, wer wünschte das sich nicht! Doch was nützt der Klageschrei! Was vorbei ist, ist vorbei! Dankbar bleibt in Erinnerung, wenn nur das Herz noch jung!
Ach, immer jung noch zu sein und sich des Lebens zu freun, denn es ist ja nur ein flücht’ger Schein! Ihr Wolkenb, weicht zurück! Stört nicht den weiten Blick! Was soll schon die Dämmerung!
Laßt uns die Freude grüßen, was sie uns gibt, genießen! Bald ist die Spenderin mit all ihren losen Lust dahin! |