| lyric | 1. Der Abendwind küßt leis die Flut aus ihrem Sonnenschlummer, kühlt ihrer reinen Stirne Glut und hebt des Tages Kummer empor vom grünen Uferwall zum lichten Himmelsbade, und weckt der Glocken Widerhall des Friedens und der Gnade: Ave Maria!
2. Ein Boot trägt seine müde Last der Hirten und der Herde zur Abendfeier und zur Rast der nahen Heimaterde. Die Ruder hemmen ihren Schlag, fromm falten sich die Hände. Im Dämmerschein naht sich der Tag dem andachtsstillen Ende: Ave Maria!
3. Zum Ufer glänzt die Silberspur des Nachens durch die Wogen. Bald kommt für alle Kreatur die milde Nacht gezogen. Hoch, an des Himmels weitem Tor da wachen die goldnen Steren; und aus des dunklen Flut empor klingt’s nach aus ew’ger Ferne: Ave Maria! |