| lyric | 1. Ich stund an einem Morgen heimlich an einem Ort, da hatt’ ich mich verborgen; hört’ klägliche Wort von einem Fräulein übsch und fein, das stand bei seinem Buhle; es muß geschieden sein!
2. „Herzlieb, ich hab’ vernommen, du willst von hinnen schier; wann willst du wiederkommen? Das sollst du sagen mir.“ „Nun merk, Feinslieb, was ich dir sag, mein Zukun ft tust du fragen, weiß weder Stund noch Tag.“
3. Das Fräulein weinte sehre, sein Trauerns voll: „So gib mir Weis und Lehre, wie ich mich halten soll. Für dich setz’ ich mein Gut und Hab und so du willst hier bleiben ich erhalt’ dich Jahr und Tag.“
4. Der Knab der sprach mit Sitten: „Mein Schatz ob allem Gut, ich will dich freundlich bitten, schlag solchs aus deinem Mut! Gedenk doch an die Freunde dein, die dir kein Arges trauen und täglich bei dir sein! |