| lyric | 1. Einst hütet' ich Herden in der Heimat und stieg auf die Höhene, zu sehen, weas mein Auge erquick’. In Sommertagschwüle, wo rings Alles schwieg, unter Bäumen, in Träumen fühlt ich seliges Glück. Wo ich nun gehe, wohin ich spähe, sonnig seh ich immer goldner Jugend Schimmer vor meinem Blick, und während, sich sehnend kehrt mein Wunsch zu ihr zurück.
2. Des Abends im Herbst ihre Heimat verläßt, bringt sitzend und schnitzend ich das Feuer knistern hört? Und neben mir strickte die Schwester, lieb und wert, und sinnend saß spinnend die Mutter hochgeehrt. Wo sind geblieben all meine Lieben? Meine Seele bangend, nach dem Glück verlangend, das ihr verwehrt, möcht’ eilen und verweilen, wo ihr Eden auf der Erd’.
3. Die Schwalbe im Herbst ihre Heimat verläßt, bringt die Sonne neue Wonnen, kehrt sie heim zum alten Nest. Doch mich, den Verbannten das Schicksal verstößt, läßt mich wandern zu Andern, keine Heimkehr hoffenläßt. Wo find hienieden Ruh ich und Frieden? Bittre Reu und Kummer stören meinen Schlummer, nichts, das mich tröst’, sich des Armen wollt erbarmen und sein Sehnen erlöst! |