| lyric | 's war einmal, geht die Mär ... lange her, dass ein Englein trat zum Herrn, kecklich stellte das Begeh’r; „Sende mich, bitt’ ich dich inniglich wenn es dir nicht sehr missfällt, in die schöne Welt. Ich will mir dort ein Plätzchen finden, eine neue Heimat gründen. Herr! schenke mir die Gnad’, gewähre mir, um was ich bat.“
Der Herrgott lächelt gut und mild, und hat des Engels Wunsch erfüllt, gibt ihm für den ersten Schritt noch seinen Segen mit.
Wo der deutsche Sang durch die Lüfte klang, deutsche Sitte, deutsches Wort. „Machet auf geschwind“, fleht das Himmelskind, „’s sendet euch ein Mägdlein Gott“, und das Elternpaar vor Freude nahm gleich das Himmelskindlein an.
Schnell vergangen war schon so manches Jahr, ’s wuchs das Kind heran zur Maid. Näschen stumpf und klein, Lippen zart und fein, rot wie d’Kirsch zur Sommerszeit, unter’m Kinn so neckisch angebracht ein gar herzig Grübchen lacht.
Leicht uns so flink der Gang, rein die Stimm’ wie Glockenklang, ’s Herzchen hoffnungsgrün, immer lustig, froh der Sinn. So dass das Elternpaar, von der schönen Maid entzückt, sagt: „Es ist doch klar, die hat der Himmel uns geschickt!“
Späterhin um die Maid hat gefreit, der in Lieb’ für sie entbrannt, ward beglückt durch ihre Hand und es bringt jedes Jahr diesem Paar lauter Mädchen zart und fein, wie die Mutter Engelein. Darum, ihr Männer, merkt die Lehr’, macht euch die Wahl nicht selber schwer, nur frisch um die Mädchen frei’n, ’s wird jede g’wiss ein Engel sein.
Sind sie auch capriciert, nervös, so meint es sicher keine bös’, ist heut’ auch der Zorn entfacht, sie morgen wieder lacht. Jede Frau necksich schlau, für den Mann doch ganz allein soll fürwahr immerdar ein Himmelskind nur sein. |