| lyric | Frei wie die Vöglein möcht' ich so gerne sein, schweben im Himmelsraume, schwingen von Baum zu Baume, singen aus Herzensgrund, bis mir die Abendstund schließet den Liedermund. Vöglein singt: O Menschenkind, komm schlag die Sorgen in den Wind und wie wir, so sing auch du fröhlich deinem Schöpfer zu. Hör’s zwitschern rings umher, o daß immer Frühling wär’.
1. Der Morgensonne goldner Strahl erfüllt mit warmen Glanz das Tal und kündet uns nach langer Nacht, daß Gottes Vaterauge wacht. Der Specht schafft emsig an dem Baum, der Kuckuck ruft ohn Rast und Ruh, die Lerche singt im Himmelsraum, ihrem Schöpfer Lieder zu.
2. Im grünen Wald zur Frühlingszeit, vergiß man Weh’ und Herzeleid, da lauscht man wie der Vöglein Chor, zum Himmel jauchzt sein Lied empor, und hört wie’s zwitschert ringsumher: „O daß es immer Frühling wär.“
Frei wie die Vögelein möcht ich so gerne sein, schweben im Himmelsraume, schwingen von Baum zu Baum, singen aus Herzensgrund, bis mir die Abendstund’ schließet den frohen Mund.
Die Jahre fliehen schnell dahin und Müh und Sorg bedrücken den Sinn, wie oft hat da dein leuchtendes Grün Tagenden Hoffnung verlieh’n.
1. Wie oft bin fröhlich ich gelegen in deinem Schatten stiller Wald und wie gewann da allerwegen mein Hoffen mancherlei Gestalt.
2. Die Seel umfing ein selges Träumen und kühn empor schwang sich mein Geist, zu deinen hoffnungsgrünen Räumen, vom Hauch der Ewigkeit umkreist.
Wenn durch’s Gezweige ging ein Rauschen, Blumenglocken flüstern sacht. „O Menschenherz, komm froh zu lauschen, holder Morgenpracht. O wonnevolles, zaubrisch Weben im hohen Tempel der Natur, wo alles voller Lieb und Leben, wo froh du ahnst des Schöpfers Spur.
1. Im Walde wird das Herz mir frei, was mich bedrücket flieht vorbei.
2. Drum soll dem Walde lebenslang tönen mein Gesang. |