| lyric | 1. Sagt der Amboß zu dem Hammer: „Warum trifft dein Schlag mich gar so hart? Lieber Hammer, schau, bedenke, wir sind beide doch von gleicher Art!“
Und der Hammer sprach: „Wir beide sind ja von Eisen, sind von Stahl. Klopf ich fest auf deinen Rücken los, gibt es frohen Widerhall.“
2. Dieses alte Sprichwort las ich und es kommt mir klug und weise vor, aufgeschrieben, schön verzieret, wir sind doch von gleicher Art!“
In die Esse muß das Eisen nun, rasch das Feuer angefacht, zieht den Blasbalg hurtig auf, daß die Flamme hell erwacht!
Frusch drauf! Bei jedem Hammerschlag viel tausend Funken fliegen, Eisen glüh’n und Feuer garben wie ein Feuerwerk erglüh’n. Bälge brausen, fauchen, sausen, daß ein Feuerregen wirbelt auf im Wind.
Am 1. Werktag ist ein jeder Schiedgesell’, verrußt, höllteufelschwarz hinein bis indie Seel’, beim Küssen bleibt zurück dann eine Spur, dann eine bös’ verräterische schwarze Spur.
Am Sonntag ist er sauber und rein herausgeputzet wie die großen Herren fein, beim Küssen bleibt zurück dann keine Spur, dan keiner bös’ veräterische schwarze Spur..
Wie froh ist der Hammerschmiedgeselle: D’rauf los, frisch, frisch drauf los! Aufblitzen seine Augen helle: D’rauf los, d’rauf los!
Und wenn ihn das Schicksal einmal narret, d’rauf los, d’rauf los, lustig los! Fügt er sich in sein Los, ist sein Sorg’ nicht groß, hämmert, frisch und lustig d’rauf los! |