Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Als Gott die Welt erschaffen

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first_line1. Als Gott die Welt erschaffen
lyric1. Als Gott die Welt erschaffen
und allerhand Getier,
konnt er nicht ruhig schlafen,
er hatte noch was für:
Wenn nur ein Mensch auf Erden!
Dacht er in seinem Sinn.
Die Welt muß voller werden!
Es sei noch etwas drin.

2. Dem Menschen könnte nutzen,
was ich gemacht voraus!
Drum nahm er einen Butzen
und macht ein Männlein draus.
Er schnippte ihn in die Höhen,
blies ihn ein bissel an.
Da sah er vor sich stehen
Adam, den ersten Mann.

3. Der Stein, wo Wadam saße,
der war sehr kalt und naß.
Es fror ihm am Geäße,
drum legt er sich ins Gras.
Gott Vater sah vom Himmel
und schaut dem Adam zu,
gedacht bei sich schon immer:
was macht mein großer Bu.

4. Ich darf ihn ja nicht schlagen,
er ist ein jugn, frisch Blut.
Ein Wei muß ich ihm schaffen,
sonst tut er mir nichts gut!
Sacht kommt er hergeschlichen,
man konnts kaum mekren schier,
und nahm geschwind ein Rippchen
aus Adams Seit herfür.

5. Adam, der tut erwachen
und hat sd Ding gespürt.
Es war ihm nicht zum Lachen.
Darum er heftig schire:
O Herr, wo ist die Rippen?
Ich bin kein ganzer Mann!
Wnn ich daran will tippen
ist kein Ripp mehr dran!

6. Sei, Adam nun zufreiden!
Schlaf fort in guter Ruh!
Will dich vor Schaden hüten.
Ich stell dirs wiedrum zu.
Ein Weib will ich dir machen,
ein wunderliches Tier.
Du sollst mir darüber lachen!
Schau g’schwind, es steht schon hier!

7. Kannst du so schöne Sachen,
o lieber Gott und Herr,
aus meinen Rippen machen,
so nimm der Rippen mehr!
Komm her, du liebe Rippe,
sei tausendmal willkomm!
Geh hin und nimm die Schippe
und grab die Erde um!
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