| lyric | 1. Auf, schlürfet ihr Freunde, in durstigen Zügen den Kelch, den die Schönheit kredenzet. Die flüchtigen Tage und Stunden entfliegen, drum fröhlich die Stirne bekränzt. Empfindet das himmlische Leben der liebeerglühenden Brust, denn Liebe ist höheres Leben, ist himmlische, selige Lust. Auf, schlürfet ihr Freunde, in durstigen Zügen den Kelch, den die Liebe kredenzet.
2. Wer fröhlich das herrliche Leben genießet , der ist mir willkommen als lieber Gast, denn was nicht im Leben dem Frohsinn entsprießet, ist Torheit und drum mir verhaßt. Wir wollen der flüchtigen Wonne, so lange sie blühet uns weihn; sie sei unser Licht, uns’re Wonne uns strahl’ dem Verein. Wer fröhlich das herrliche Leben genießet , der ist mir willkommen als lieber Gast, 3. Ja, füllet die Becher, es schalle der Jubel, die Freude vertreibe die dunkle Nacht. Des Liedes Begeisterung sei dem Morgen, dem Morgen entgegen gebracht. Nur Heiterkeit würzet das Leben, für einen, der Liebe nicht kennt. O kann es wohl Hüheres geben? Nicht dem es nicht brennt. |