| lyric | Den hohen Herrscher würdig zu empfangen, beschied’ ich, meine Freunde, euch allesamt hierher. Es sollen Worte ihm zum Ohr gelangen, wie er auf dieser Welt vernimmt sie nimmermehr. Worte voll Salbung, voll Demut und Moral und Schmeicheleien ohne Zahl.
Last doch hören, alle sind wir gern bereit, einen Kaiser hoch zu ehren, der uns seine Liebe weiht. Doch wir möchten gerne wissen, wer der große Herrscher ist, Wenn wir ihn empfangen müssen, sprecht, wie heißer ?
Nun so wisst, ’s ist der Kaiser aller Reussen. Aller Reussen? Oder RUssen, wie ihr wollt, Peter Iwanow hat er geheissen, dem man jetzt so hohe Ehre zollt. Iwanow, der Zimmermann? Das war sein Privatvergnügen, höhern Pflichten zu genügen, er den schlauen Plan ersann. Lasset ohne Zeit verlieren die Kantate uns ausprobieren, die zu anderm Zwecke zwar verfasst, sich jedoch hierher grad’ passt. Her die noten, her die Noten! Nur Geduld, nur Geduld!
Die Worte sind von mir verfasst in einer schönen Stunde. Doch ich bin nur Poet, nicht Musiker, aus diesem Grunde erfand mein Freund, der Kantor mir, auf dass es wirksam sei, zu diesen schöne Worte eine zarte Melodei.
Den Solosang werd ich mit Kraft und Grazie vollführen, ihr sollt den Chor mit Präzision riskieren.
Da in der Kirche ihr perfekt von Noten singt, so ist es ganz natürlich, dass es hier auch auch gelingt. Her die Noten, ihr sollt sehen, daß wir uns darauf verstehen. Nehmt die Noten, und Ruhe dann, Jetzt fang ich mein Solo an:
Heil sei dem Tag, an welchem du bei uns erschienen!“ Dideldum, das ist das Zwischenspiel Es ist schon lange her, wir alle können uns nicht mehr darauf besinnen, dideldum, dideldum, dideldum, das freut uns um so mehr. Aus vollem Herzen rufen wir: Heil uns, der Zar ist da! Du bist ein grosser Held! Vivat! Viv at! Hallelluja!
O wie schön die Worte fliessen, wei ein Bächlein über Wiesen, gar nicht schwülstig, ganz natürlich und der Stylus so ausfürhlich, jeder Redesatz korrekt, das macht sicherlich Effekt. Ja, wenn wir alle erst es wissen, macht es sicherlich Effekt.
Aufgepasst! Schärfet alle Aug’ und Ohr, denn noch einmal trag ich die Stelle vor Aufgepasst! Schärfet alle Aug’ und Ohr, denn noch einmal trägt er die Stelle vor. Ruhe, schwatzt mir nicht nicht so viel und habt acht auf’s Zwischenspiel. denn noch einmal trag ich die Stelle vor.
Heil sei dem Tag, an welchem du bei uns erschienen, dideldum, dideldu, dideldum. Dideldum ist kein Gesang, es ist, ich sagte es euch schon, nur Instrumenten Reflexion. Aha! es ist nur Reflexion. Hört mich an, es ist nicht schwer, und dann schreit mir nicht so sehr, reisst die Mäuler nicht so weit, sonst wird’ nicht’s in Ewigkeit.
Heil sei dem Tag, an welchem du, das ist zu hoch! Halt! Das ist zu tief! Schweigt still! Hört mich doch an! Du hast gefehlt, ich war ganz recht, Halt eure Mäuler, ich singe gut, du triffst so schlecht Wollt ihr schweigen ihr sollt hier entscheiden, wer von uns gefehlt.
Heil sei der Tag, an welchem du bei uns erschienen. Euer Singsang ist ein Graus, statt dara sich zu ergötzen, reisst der Zar sich vor Entsetzen lieber alle Haare aus. Besser wird es uns gelingen, wenn wir gan allein esingen, denn wenn ihr dazwischen schreit, wird es nicht sin Ewigkeit.
Darin bin ich eurer Meinung, jeder singe, wie er kann; fanget ohne meine Leistung noch einmal vonvorne an.
Heil sei dem Tag, an welchem du bei uns erschienen. Jetzt Tacet für den Chor. Es ist schon lange her, es ist schon lange her, Bravo! Wir alle können uns nicht mehr darauf besinnen, St! das freut uns um so mehr. Au svollem Herzen rufen wir:; Heil uns, der Zar ist da! schön, schön! Du bist ein großer Held! Vivat! Halleluja!
Wie haben wir gesungen? O wie schön die Worte fliessen wie ist es uns gelungen, legen wir wohl Ehre ein? wie ein Bächlein über Wiesen. O wie schön köstlich habt ihr nun gesungen, endlich ist es euch gelungen! So werdet ihr zufrieden sein? So werde ich zufrieden sein. So legen wir auch Ehre ein? So legt ihr grosse Ehre ein! |