| lyric | 1. Erhebe dich, mein Lieb! Der Frühling ist gekommen! Sieh’ wie aus Strahlen er ein flatternd Goldnetz flicht! Schon ist im Morgenglanz dein Fenster hell erglommen, und wie ein Auge lacht’s, aus dem die Freude bricht.
2. Im Garten ist erwacht ein wundersames Leben: es schimmert jeder Ast, von Blüten, weiss und rot; an allen Enden spriesst’s, nur das Gezweig der Reben starrt noch aus all’ der Pracht zum Himmel kahl und rodt.
3. O, komm’ und zaudre nicht! Aus allen Wipfeln laden die Vöglein uns zu Gast, und fern her grüsst die Flut. Lass durch die Flur uns geh’n auf taubeglänzten Pfaden und plaudern von dem Glück, das uns im Herzen ruht. |