| lyric | 1. Allabendlich zur Sonnenwendezeit, wenn alle horden auf den Alpen weiden, und aus den Tälern hehrer Einsamkeit des müden Tages letzte Strahlen scheiden. Das hebt ein Klingen an so tief und sanft, und schwebt wie mahnend über Forst und Halden, als stiege noch der Selige vom Ranft laut betend zu den hirten von Obwalenden: Ho lobä! I Gotts Name lobä!
2. Der Wandrer lauscht mit fromm entblößter Stirn den Klängen, die gewiegt auf Adlers Schwingen, hoch über Schluchten hin, vonFirn zu Firn, wie Jenseitsgrüße von den Geistern klingen. Den Sennen sieht der nicht amFelsenhang; der hebtden Trichter auf mit Klaggebärde, und bläst mit stiller MAch den Lobgesang, zu schweben zwischen Himmel hin und Erde: Ho lobä! I Gotts Name lobä!
3. Und tönt der Segen von der Alp herab, wenn Dämmrungsschatten huschen durch die Halden, all was des Todes war, das welket ab, und Frieden hüllet ein das Land Obwalden. Es rieft das Korn den heil’gen Scheunen zu. Der Hader schweigt und über dunkle Pfade hält Gottes Liebe duch die Sommerruh ihr Sternenlicht empor in milder Gnade: Ho lobä! I Gotts Name lobä! |