| lyric | Wenn die Bürger schlafen gehn In der Zipfelmütze Und zu ihrem König flehn, Daß er sie beschütze, Ziehn wir festlich angetan Hin zu den Tavernen; Schlendrian, Schlendrian Unter den Laternen.
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da Die Nacht ist da, daß was gescheh'. Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da, Es muß hinaus, hinaus auf hohe See! Berauscht euch, Freunde, trinkt und liebt und lacht Und lebt den schönsten Augenblick, Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht, Bedeutet Seligkeit und Glück!
Wenn im Glase perlt der Sekt Unter roten Ampeln Und die Mädchen süß erschreckt Auf dem Schoß uns strampeln, Küssen wir die Prüderie Von den roten Mündern; Amnestie, Amnestie Allen braven Sündern!
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da …
Wenn der Morgen endlich graut Durch die dunst'gen Scheiben, Und die Männer ohne Braut Beieinander bleiben, Schmieden sie im Flüsterton Aus Gesprächen Bomben; Rebellion, Rebellion in den Katakomben!
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da …
(Hier enden fast alle Interpretationen des Liedes, doch der Text geht wie folgt weiter:)
Ob ich spiel’ grad’ den Pierrot, hört mich an mit Schweigen. Heute muß ich einmal so den Pierrot euch zeigen. Es gebeut die Höflichkeit, die uns stets gemeinsam, daß der Clown, der bei uns heut’, nicht sich fühle einsam.
Ehrlos ist der Komödiant für die Kavaliere, ob sein Herz in Leid entbrannt: Schmiere! Nichts als Schmiere! Mit der Peitsche glaubt man ihn, höhnisch zu erlegen, doch er wird vom Leder zieh’n ...
(über die Musik hinweg gesprochener Text)
... und wenn man seinen Degen nicht annimmt, so wird man seine Verse annehmen müssen! Und die treffen besser! Treffen immer tödlich! In sein Herz!
(und wieder gesungen)
Ohne Mittel ist der Staat, Steuern, Steuern, Steuern. Gelder braucht der Potentat, sie hinaus zu feuern. Feste, Prunk und Völlerei muß das Volk bezahlen. Kocht dem König einen Brei, ...
(und wieder über die Musik hinweg gesprochen)
... wie Ihr ihn fressen müsst, wenn Ihr satt werden wollt. Aber einen recht dicken, daß er im Hals steckenbleibt.
(und wieder gesungen)
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da …
Laßt den alten Narren flieh'n, der sich selbst gerichtet, in die Zukunft woll'n wir zieh'n, die auf ihn verzichtet, doch wir woll'n im Siegeslauf immer memorieren: Augen auf! Augen auf! Dann kann nichts passieren.
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da Die Nacht ist da, daß was gescheh'. Ein Schiff ist nicht nur für den Hafen da, Es muß hinaus, hinaus auf hohe See! Berauscht euch, Freunde, trinkt und liebt und lacht Und lebt den schönsten Augenblick, Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht, Bedeutet Seligkeit und Glück! |