| lyric | 1. 'S ist mir heut noch in Erinnerung, als ob's gestern g'wesen wär' 's war a schöner sonntags Morgen, da sagts Muatterl, g'schwind komm her lass Da's G'sicht und d' Handerl waschen lass die Lockerln Dir frisier'n heut will ich zum ersten Mal Dich auf den Kahlenberg rauf führ'n
Oben hat's ma zeigt die Pracht hat mi' g'streich'lt und hat g'lacht hat g'sagt, schau, der Stephansdom und der blaue Donaustrom und das Häusermeer da drinn is' Dei' Heimatstadt, Dein Wien bleib stets treu dem schönen Ort i' hab' g'halt'n a mein Wort
Mei' Muatterl war a Weanerin, drum hab' i' Wien so gern sie war's, die mit'm Leb'n, mir die Liebe hat geb'n zu mein' anzig'n goldenen Wien
Mei' Muatterl war a Weanerin, drum hab' i' Wien so gern sie war's, die mit'm Leb'n, mir die Liebe hat geb'n zu mein' anzig'n goldenen Wien zu mein' anzig'n goldenen Wien
2. Und mein Muaterl war schon älter, da bin ich hinaus in d’Welt, hab’ die schönsten Frau’n bewundert, selbst der Schönsten hat was g’fehlt, Sah die prickelnde Fran zösin, die Creolin freurig, wild, sah die tugendhafte Türkin, kurz manch’ reizend Frauenbild.
Doch bezaubernd kann allein nur die chte Wien’rin sein die mit ihrem Kinderg’müat selbst die starrsten Herzen rührt, die das beste Herz der Welt in der Brust verschlossen hält, das mit jedem weint und lacht, dem hat das schönste Leb’n auf der Welt der Herrgott geb’n.
3. Heute is’ mein Muaterl nimmer, doch als Erbteil ist mir blieb’n d’Lieb’ zu Wien und seine Wiener, die hat’s mir ins Herz h’nein g’schrieb’n. Hab’ geerbt die süßen Lieder und ddn goldenen Humor, mit dem Schatz, da bin ich glücklich, gib dem Riochsten etwas vor.
Wer die Wiener Weisen singt, wer zum Walzer leicht sich schwingt, wer beim guaten Glaserl Wein kann vergnügt und fröhlich sein, wem das sanfte Wienerliad geht zum Herzen und zum G^müat, dem hat schon das schönste Leb’n auf der Welt der Herrgott geb’n. |