| lyric | 1. Swer âne vorhte, hêrre got, wil sprechen dîniu zehen und brichet diu, daz ist niht rehtiu minne. Dich heizet vater maneger vil: swer mîn ze bruoder niht enwil, der spricht diu starken wort ûz krankem sinne. Wir wahsen uz gelichem dinge: spîse frumet uns, diu wirt ringe, sô si dur den munt gevert, wer kan den hêrren von dem knehte scheiden, swa er ir gebeine blôzez fünde, het er ir joch lebender künde, sô gewürme dez fleisch verzert? im dienent kristen, juden, unde heiden, der elliulebenden wunder nert.
2. Owê dir, Welt, wie übel dû stêst! waz dinge dû alz an begêst, diu von dir sint ze lîdenne unangenaeme! Dû bist vil nâch gar âne scham, got weiz ez wol, ich bin dir gram: din art ist elliu worden widerzaeme. Waz êren hâst uns her behalten? nieman siht dich fröiden walten, als man ir doch wilent pflac. wê dîr, wes habend diu mitten herze entgolten? für diu lopt man die argen rîchen. Welt, dû stêst sô lasterlîchen, daz ichz niht betiuten mac. triuwe unde wârheit sint vil gar bescholten daz ist ouch aller êren slac.
3. Nû wachet! uns gêt zuo tac, gein dem wol angest haben mac ein ieglich kristen, juden, unde heiden, Wir hân der zeichen vil gesehen, dar an wir sîne kunft wol spechen, als uns diu schrift mir wârheit hât bescheiden. Diu sunne hât ir schîn verkêret, untriuwe ir sâmen ûz gerêret allenthalben zuo den wegen. der vater bi dem kinde untriuwe vindet, der bruoder sînem bruoder liuget, geistlich orden in kappen triuget, die uns ze himel solten stegen gewalt gêt ûf, reht vor gerihte swindet. wol ûf! hie ist ze vil gelegen. |