Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Es waren mal drei Gesellen

Liedtext

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first_lineEs waren mal drei Gesellen
lyricEs waren mal drei Gesellen
die täten sich was verzellen.
Sie hielten unter sich wohl einen weisen Rat,
wer unter ihnen wohl das schönste Mädchen hat.

Da war auch einer drunter,
und nichts verschweigen kunnt’ er,
dem hatt’ auf diese Nacht sein Mädchen zugesagt,
dass er bei ihr sollt sein vom Abend bis zur Nacht.

Des Morgens um halb viere
klopft er in ihre Türe:
er klopft ganz leise an mit seinem Siegelring:
„Schläft du oder wachest du, herzallerliebstes Kind?“

„Mag schlafen oder wachen,
ich tu dir nicht aufmachen.
Geh du nur immer hin, wo du gewesen hast,
und binde deinen Gaul an einen dürren Ast!“

Wo soll ich denn hinreiten?
Es schlafen alle Leuten;
es schlafen alle Leut’, Vieh, Menschen, Weib und Kind,
es regnet und es schneit und geht ein kühler Wind.

„Das tut mich gar nicht rühren,
dass dir das tut passieren,
denn wer ein Mädchen hat und sagt es jedermann,
der klopft dann auch wie du wohl oft vergebens an!“

Da sprachen die Herren Hausknechte:
„Dem Herrn geschieht ganz rechte:
Hätt’ er geschwiegen still und’s Maul gehalten fein,
so läg er heute nacht beim schönsten Mägdelein!“
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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SeiteVerschwiegenheitVolkslied / VolksweiseSB; Pn.