| lyric | Beim grünen Baum ein Liebespaar es klagte laut sein Leid fürwahr.
„In sieben Jahren werd ich dann mein Handwerk wohl erlernet han.“
„Und gehst du in die Welt hinein, ich bleibe hier und warte dein.“
Doch sieben ganze Jahre lang schrieb er nie, ihr wurde bang.
Sie ging oft hin zum grünen Baum und klagte ihm den bösen Traum.
Da kam ein junger Reitersmann und traf sie dorten weinend an.
„Dein Liebster in der fremden Stadt just heute seine Hochzeit hat.“
„Ich wünsche ihm aus Herzensgrund viel Segen zu dem neuen Bund.“
„Ich bin dein Liebster, siehst es nicht? so sehr trübt Leid dir dein Gsicht?
So wolle uns denn Gott, mein Hort, auch segnen heut’ und immerfort!“ |