| lyric | Ein jungschönes Paar von achtzehn Jahr, sie waren entschlossen zum Traualtar.
„Du undankbarer verlorner Sohn, und nimmst du die, verlor’n bist du schon!“
Da ging er hin, erzählt’s der Braut, uns sie erbleichte und klagte laut:
„Und will’s deine Mutter, so lassen wir’s sein, du nimmst eine andre, und mich lass allein.“
„O nein, o nein, di e Hand mir drauf gib, ich kann dich nicht lassen, nur du bist mir lieb.“
Sie kauften Pistolen und eh’ der Tag scheint, ihr Blick sagte alles: im Tode vereint!
Man brachte sie zum Friedhof hinab, begrub dort beide im kühlen Grab.
Und auf dem Grabe des schönen Spus, da wuchs eine Blume von Muskatnuss.
Und auf dem Grabe der schönen Braut, da wuchs eine Blume von Zimmerkraut.
Da konnte man sehen, sie liebten sich sehr, sogar die Blumen umschlangen sich schwer.
Und ist es ein Paar, das beisammen will sein, o Eltern, denket, und lasset sie frei’n! |