| lyric | Wer ist denn jener Knecht? Er steht auf seinem Platz, scheint kaum die Sonne recht. Und wer ist wohl sein Schatz?
Er liebt ein schönes Kind, doch was ihr zum Hochzeitstag der Vater schenken wiöö, ist nur ein Rosenhag.
„Schönes Mädchen, willst mir schenken eine feine Rose rot?“ „Nimmermehr! Was magst du denken! Denn mein Vater es verbot.“
„Willst meine Braut du werden?“ „Niemals! sag’ ich, nimmermehr! Eher möcht’ ich, dass in der Erden ich ei Samenkörnchen wär’.“
„Willst du werden ein Körnlein. in der Erde tief versteckt, würd’ ich werden ein Vöglein, das hätte dich bald entdeckt.“
„Willst als Vöglein mich finden aus der Erde heraus, wär’ als Gems’ in Felsengründen ich alsdann nur zu Haus.“
„Willst als Gemslein dich wagen in Gebirge weit hinaus, würd’ als Jäger ich dich tragen aus den Felsen nach Haus.“
„Willst als Jäger mich holen aus der Schluchten engemLauf, würd’ ein Röslein ich verstohlen, auf dem Platze zum Verkauf.“
„In ein Röslein wollst verwandeln, auf dem Platze du dich gar, wollt’ als Käufer ich erhandeln auf dem Platze dich fürwahr.“
„Willst als Käufer du kommen und mich kaufen - dass ich nicht lach’! als Englein würd’ entkommen in den Himmel ich gemach.“
„Willst als Englein zum himmel gehen, würd’ ich auch ein Engelein, und im Himmel würd’ ich dich sehen, dich umarmen obendrein.“ |