| lyric | O Töchter, liebe Töchter, was hör’ ich heute auch! Verstand habt ihr verloren, dafür Starrsinn erkoren, das war bei uns nicht Brauch.
Für eures Hauses Nöten die Sorge ist euch klein, seid faul und aufgeblasen, vergesslich wie die Hasen und euer Tun gemein.
Glaubt ihr, die alte Mutter, sie merke alles nicht! Ja, euch ist alles möglich, – es ist mir unerträglich – mir lacht ihr ins Gesicht.
Tu ich das Geld verbergen für unsern Hausgebaruch, die ausgelass’nen Mädchen durchsuchen alle Lädchen und finden’s endlich auch.
Vor lauter Hausarbeiten weiss ich nicht aus und ein; ihr lasst euch nirgends blicken und spring wie junge Zicken, lasst euch dabei wohl sein.
Ihr sucht nur das Vergnügen, treibt Unsinn, Spass und Scherz, ihr jagd nach Neuigkeiten, und lauter Albernheiten, zerreisset mir das Herz. |