| lyric | 1. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen.
2. Muss man hie doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben, was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen.
3. Ihr hergegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer, kein Kreuz noch Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden.
4. Christus wischet ab euch alle Tränen habt das schon, wornach wir uns erst sehnen, euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhier gedrungen.
5. Ach! wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben?
6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, ist der Frommen Freud und Wonne. |