| lyric | 1. Dies kleine Lied, ich sing es dir, Du armer Mann, der wortlos mir Vier Scheite Holz zum Heizen bot, Als ich schon vor Kälte halb tot. Du hast ein Feuer mir beschert, Das reiche Pack, so ehrenwert, Schlug stets mit frommer Seelenruh Die Tür vor der Nase mir zu. Dein Feuer, ach, so winzig schier, Nicht nur den Leib erwärmt’ es mir ... In meinem Herzen brennt’s fürwahr Als Freudenfeuer immerdar! Du, Mann, der mir so viel geschenkt, Wirst in die Gruft du einst gesenkt, Mög dir Gottvater gnädig sein! Zum Himmel geh ein!
2. Du gute Frau, die wortlos mir Vier trockne Brötchen zugesteckt, Als ich fast vor Hunger verreckt. Du griffst in deinen Vorratssack, Als das herzlose, reiche Pack Mich angeglotzt nur voller Hohn, Indessen ich taumelte schon. Vier Brötchen, ach, dies Scherflein klein Hat nicht den Leib erwärmt allein… Noch heute wärmt dies karge Mahl Das Herz mir wie ein Bacchanal. Du, Frau, die mir so viel geschenkt, Wirst in die Gruft du einst gesenkt, Mög dir Gottvater gnädig sein! Zum Himmel geh ein
3. Du Fremder, der zum Troste mir Hat zugewinkt, als der Gendarm Mir drehte ins Kreuz grad den Arm. Du hast dazu nicht applaudiert, Als man so grob mich abgeführt, Während die Spiesser lachten noch, Als man mich gestossen ins Loch. Dein guter Blick, dein stummer Gruss, Erwärmte mich von Kopf bis Fuss Und wärmt mein Herz und wärmt mein Blut Noch heute wie Sommersonnenglut. Du, Mensch, der mir so viel geschenkt, .... |