Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Rhetus bin ich, der alte,

Liedtext

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first_line1. Rhetus bin ich, der alte,
lyric1. Rhetus bin ich, der alte,
der ich mit heldenmuot
So viel und mannigfalte
gewagt lyb, guot und bluot,
biß dß ich bracht zuwegen
dem lieben Vaterland,
durch Gottes hülff und segen
den edlen fryen stand.

10. On rächen,
erlangten, wie hab ich erlitten
so manche schwäre not,
wie offt hab ich gestritten,
biß auf das bluot so rot!
wie hab ich ußgestanden
so manchen suren wind,
biß ich uß solchen banden
erlöset wyb und chind.

11. Da thet sich mancher schnyden
der mir griff in den bart,
sy mochten’s nit erlyden,
die finger waren z’zart;
das haar, das thet sy stechen,
es war in’ vil zu grob,
so offt sy’s wollten rächen,
erlangten’s wenig lob.

14. In rosen tuond ir sitzen,
da ewre väter alt
so offt hand müeßen schwitzen
sich wehren wider gwalt;
die hans euch hinterlassen
ganz reyn und unverseert
ein kleynott über d’maßen,
vom lieben Gott bescheert.

15.a Das sollt ir wol betrachen,
ir meine lieben kind,
die fryheit nit verachten,
darin ir khommen sind:
was eware frummen alten
mit irem schweiß und bluot
gewonnen - tuot’s erhalten
mit ritterlichem muot!

Ders euch verehren tuot,
der halts noch mit den alten,
doch niemand z’leid noch z’trutz,
das wünscht Adam Saluz.
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