| lyric | 1. Dragoner sein! Nichts Schön'res gibt's auf der ganzen Welt. Ein schwrzbraun Pferd zu reiten, ein Federbusch von Haar, den Sabul an der Seiten, wie wenn’s was Schön’res war.
2. Kaum hat es fünf Uhr g’schlagen heißt’s: Allo marsch in Stall. Dort füttert man die Pferde mit Haber und mit Heu, Und daß sie krank nicht werden, bekommen sie frische Streu.
3. Und hat es acht Uhr g’schlagen, sitzt Mann und Roß zu Pferd, Spaziren wird geritten, der Obrist reit’t voran, Die Fahen in der Mitten und hinten ein Flügelmann.
4. So reiten wir durch die Straßen, das Pflaster möcht krepirn, Feins Liebchen schaut durch’s Fenster - Dragoner salutir’n - Es denkt: Ach du mein Schönster, könnt ich mit dir scharmirn!
5. Dann reit’n wir auf die Wiese und thun manöverirn: Der Hauptmann kommandieret und reitet vor der Front Und mit ihm attakiret die ganze Escadron.
6. Und nun wird einmarschiret, zaruck in die Casern. Dort putzet man den Sattel, das Riemenzeug dazu Und eilt zu seiner Kathel und wünscht ihr gute Ruh.
7. Und vor dem Kammerfenster schwört man ihr ew’ge Treu. „Kein Leutnant,m keine Schützen und auch kein Kanonier Soll’n mir dein Herz stibitzen, da steh ich dir dafür!“
8. Und hat es neun Uhr g’schlagen, so gibts den leetzten Kuß. „Leb’ wohl, mein Schatz, muß gehen zaruck in die Casern: Morg’n werd’ ich dich wieder sehen, und schließen in mein Geärm!“
9. Dragoner sein! nichts Schön’res gibts auf der ganzen Welt! Des Sonntags bei’r Parade, da glänzt er wie die Sonn, Und auf der Promenade, da klirren seine Sporn! |