| lyric | Guter Mann, du gehst so stille durch die Abenddämmerung dahin. Bist so ruhig und ich fühle, irgendwas hast Du im Sinn. Lautlos folg’ ich deinem Schritte. Knarrend öffnet sich eine Tür. Dann entschwindest Du meinem Blicke, Du bist drin und ich bleib’ hier.
Fahles Licht scheint auf die enge Gasse aus dem Fenster dort aus jenem Haus. Guter Mann, wo du hineingegangen, alles sieht so still und friedlich aus. Manchmal öffnet sich die Türe, Schatten kommen, Schatten gehen. Mancher still wie du mit gleichem Schritte, doch die meisten können kaum noch stehn.
Eine lange Zeit ist schon vergangen und ich muss hier oben einsam stehn. Langsam spür’ auch ich ein Verlangen, in das kleine, stille Haus zu geh’n. Doch auf einmal hör ich singen. Du trittst ein ins fahle Dämmerlicht. Krachend fällt die Tür ins Schlosse. Guter Mann, was kümmert es dich?
Nicht mehr still, nein fröhlich locker singend schaukelst du den schmalen Weg entlang. Hier und da kommt dir ein Haus entgegen, ab und zu hältst du auch eines an. Und du sprichst mit der Laterne, du umarmst sie wie 'nen guten Freund. Dann entschwindest Du meinem Blicke, hast dich kurz am Hollerbusch verbeugt.
Guter Mann, da bist du endlich wieder. Die Verbeugung hat dir gut getan. Scheinst zufrieden mit der Welt und allem und du fängst auf’s Neu’ zu singen an. Doch da öffnet sich ein Fenster und ein Wasserstrahl trifft deinen Hut. Lachst hinauf, wünschst eine gute Ruhe, singst dein Lied mit ungebroch’nem Mut.
Guter Mann, hier endet deine Reise. Gott sei Dank, bist du gesund zu Haus. Legst dein müdes Haupt in weiche Kissen und ruhst dich von deiner Reise aus. Aber ich muss weiterziehen. Hab’ noch einen weiten Weg vor mir. Doch bestimmt seh’n wir uns bald schon wieder. Guter Mann, dann leucht ich dir. |