| lyric | 1. Bereite dich Erde zur festlichen Feier, der Freudenerwecker eilt wieder herbei. Er schwebt in den Wolken im rosigen Schleier der Blumenerschaffer, der liebliche Mai.
Mit lieblichem Glanze erhebt er beim Tanze der Zeiten sein Haupt, der wallenden Locken von duftenden Glocken, von Marthen umlaubt.
2. Er atmet uns neues, allmächtiges Leben, durchströmet die Pulse der ganzen Natur; er lächelt und siehe! die Saaten erheben sich grüner und schneller auf bräunlicher Flur.
Nun spielen die Weste um Reiser und Aeste im grünenden Hain, und laden zu Zweigen, die dämmernd sich neigen, die Nachtigall ein.
3. Da kommt sie, die Wonne der Schöpfung und flötet ihr schmelzendes Mailied dem horchenden Baum. Vom Strahle des scheidenden Tages gerötet, bewegen die Blätter und Blüten sich kaum.
Es schweigen die Wälder, es lauschen die Felder der Sängerin Lied, und segnen die Zeiten der höheren Freuden von Liebe durchglüht. |