| lyric | 1. Bei stiller Nacht zur ersten Wacht ein Stimm begund zuklagen; ich nah in acht, was sie dann sagt, tat hin mei Augen schlagen.
2. Es war der liebe Gottessohn, sein Haupt er hat in Armen, viel weiß und bleicher als der Mon, ein Stein es möcht erbarmen. 3. ,,Ach Vater, Iiebster Vater mein, und, muß den Kelch ich trinken? Unil mags denn ja nit anders sein, mein Seel nit laß versinken! 4. Mein Sinn und Mut erschrecken tut, soll ich mein Leben lassen. O bitter Toil, mein Angst und Not ist über aIIe Maßen. 5. Ade, ade zu guter Nacht, Maria, Mutter milde! Ist niemand dann, der mit mir wacht in dieser Wüsten wilde? 6. Ein Kreuz mir vor den Augen schwebt. O weh der Pein und Schmerzen! Dran soll ich morgen wern erhebt, das greifet mir zum Herzen. 7. Zu Gott hab ich gerufen zwar aus tiefen Todesbanden; dennoch ich bleib verlassen gar, nicht Hilf noch Trost vorhanden. 8. Der schöne Mon will untergohn, für Leid nit mehr mag scheinen, die Sterne lan ihr Glitzen stahn, mit mir sie wollen weinen. 9. Kein Vogelsang noch Freudenklang man höret in den Lüften, die wilden Tier auch traurn mit mir in Steinen und in Klüften.' |