| lyric | 1. Fragt ihr, was die Farben sollen, rot und weiss und gold‘ner Schein, von des Burschen Brust, der vollen, leuchtend in die Welt hinein? Künd' ich's mit Lust und mit freudigem Mut: Preiset die Farben, ihr Sinn ist so gut! 2. Golden glänzen uns die Tage, Jugend ist noch frisch und frei; nichts, davor der Freund je zage bei dem Freund, wie Gold so treu. Und in des Liebchens gelbgüldenem Haar siehst du das Gold und die Seide ja klar. 3. Edler Wein im Silberbecher funkelt rot in dunkler Glut; und aufs Best' dem wackern Zecher schmückt ein Röslein rot den Hut. Dir, Allerschönste, du köstlicher Fund, küss’ ich die Rosen vom frischroten Mund. 4. Weckt der Mai die alte Erde nach des Winters Sturm und Graus, schickt, dass wieder frisch sie werde, weisse Blumen ihr in's Haus. Weiss ist, was jung und frisch duftend erblüht, spross’ es im Feld oder Menschengemüt. 5. Rot und Weiss der Jugend Bilder, reiner Freude, starken Mut’s, unser’s Landes hohe Schilder, Erb' der Väter, ihres Bluts! Schönere Farben und edler Panier findest du nimmer, o wackere Zier! |