| lyric | 1. Ihr Brüder, die Welt ist ein flammender Brand! Die Fäuste sie liegen am Schwerte! Es lodert der Hass durch das friedliche Land, die Gier nach den Schätzen der Erde. Vergessen, begraben das uralte Recht, das hoch in den Sternen geschrieben, das werdende, schuldlose Menschengeschlecht, der Not in die Arme getrieben. Doch kommt einst Gewalt an das heimische Feld, dann Urständ, ihr träumenden Ritter! Dann Welfe für Welfe ein Mann und ein Held im tosenden Schlachtengewitter. 2. Ihr Brüder, es tönet ein neuer Gesang vom Leben an unsere Ohren: Es sei nur ein Tanz, nur ein jauchzender Sang, im Grabe für immer verloren, es lebe kein ewiges, heiliges Recht, kein himmlisches Glück ob den Sternen, wir seien auf Erden ein göttlich' Geschlecht und sollen das Menschsein verlernen. Doch Welfen, wir tragen den Hohn und den Spott! Wir sind keine Götter hienieden! Wir kämpfen durch Freuden und Sorgen und Not uns heimwärts zum ewigen Frieden. 3. Ihr Brüder, drum reichen wir heut‘ uns die Hand zum alten und heiligen Bunde: Der Gott uns'rer Väter, das heimische Land sei heilig in unserer Runde! Es fliesse das Wissen uns adelnder Quell und fülle die dürstende Seele! Es strömen die Lieder so Iiebtraut und hell aus jugendlich freudiger Kehle. Drum tapfer, mein Welfe, du trutziger Leu, du Streiter für ewige Güter, und gläubig und stark und den Freunden stets treu in jeglichem Lebensgewitter! |