| lyric | 1. Das Mädchen aus dem ersten Stock, im Haus’ grad' gegenüber, das hat ich längst schon heimlich gern und Tag für Tag noch lieber. Sie sah so oft verstohlen her und lauschte hinter’m Flieder, bis endlich winkte ihre Hand, dass sie des Liedes Sinn verstand: Schwarze Maid in deinem stillen Stübchen, komm zu mir und sei mein holdfein’s Liebchen, komm zu mir und sei mir lieb und treu, ach, das Semester ist so schnell vorbei.
2. Die Holde brannte endlich durch; ich brachte sie auf meine Bude; das zweitemal kam sie von selbst; jetzt ist sie meine Trude. Vor'm Fenster blüht der Fliederbaum, die Laute hängt am Nagel, wir sitzen auf dem Kanapei und küssen nach der Melodei: Schwarze Maid in deinem stillen Stübchen usw. 3. Der weisse Flieder hat verblüht, Semesterklang hat ausgeklungen, ich habe meiner schwarzen Maid das Lebewohl gesungen. Sie hielt mich nicht, sie weinte nicht, sie sah nur in die Ferne und wünschte lächelnd gute Reise, ich aber sang die alte Weise:
Schwarze Maid in deinem stillen Stübchen, lebe wohl, du warst mein holdfein's Liebchen, fahre wohl, du Land der Poesei, ach, das Semester war so schnell vorbei! |