| lyric | 1. Der Bursch' von echtem Schrot und Korn hat immer frohen Mut, am schweren Stiefel klirrt der Sporn, die Feder schwankt am Hut! 2. Am grossen Hut prangt feierlich die Landesvaterei. Er schützt ihn mehr bei Hieb und Stich, als wär' er gut und neu. 3. Als Bursche trägt er stets bei sich die Zierde, die ihm g’nügt, den Schläger, der sich fürchterlich an seiner Seite wiegt. 4. Als Bursche klirrend durch die Stadt in seiner Majestät, blitzt um den Sporn die Funkensaat und Feuer kreuzweis' weht. 5. Weh' dir, wenn du dich zu ihm drängst im parfümierten Rock; er schimpfet dich Pomadenhengst, dir droht sein Knotenstock! 6. Für die Freunde schlägt sein Herz so warm, er fühlet ihre Not; für sie braucht er den starken Arm und scheut selbst nicht den Tod.
7. Wer sah es, dass er jemals wich, wer sah ihn jemals feig? Die Schande nähm' er nicht auf sich, nicht um ein Königreich! 8. Laut donnernd sah man ihn im Kampf den blanken Schläger zieh‘n; man sah vor seinem Hieb wie Dampf die feigen Schurken flieh'n. 9. Die Welt mag Iaufen oder steh'n, mag rollen um und um und alles auf dem Kopfe geh'n, was kümmert er sich drum! 10. Gram, Sorg’ und Grillen sind ihm Spott, er fühlt sich frei und froh, und singt vergnügt in seinem Gott in dulci jubilo! 11. Er ist ein Bursch’, lebt sans façon, ist eines jeden Freund! Sein Herz ist bieder, ob es schon zuweilen anders scheint. 12. Er wünschet edlen Mädchen Fried' und Freud’ auf ihrer Bahn und lobet sie in seinem Lied, soviel er loben kann! 13. Die Gläser sind nun alle leer, die Krüge aber voll. So gebt den frischen Wein da her und trinkt der Burschen Wohl! 14. Schon fliesst aus vollem Krug der Saft ins leere Glas hinein und uns'rer werten Brüderschaft soll dies geweihet sein! |