| lyric | 1. Wer reit’t mit sieben Knappen ein zu Heidelberg im Hirschen? Das ist der Herr von Rodenstein, auf Rheinwein will er pirschen! 2. «Hollahe! Den Hahn ins Fass! Schenkt ein! Ich fürcht’, die Kehlen rosten! Wir woll'n ein halb“ Jahr lustig sein, und sollt‘s ein Dorf auch kosten!» 3. «Ein Dorf, was ist's? Ein russig' Loch, und ich hab’ ihrer zweie! Ich hab' ja Pfaffenbeerfurt noch und Reichelsheim, das treue!» 4. Drommeten klangen mit Schalmei‘n, die Pauken täten schweigen; sechs Monden sass der Rodenstein beim süssen Rheinweinreigen!
5. Und als nach halber Jahresfrist der Rechnung war gewunken, da sprach er: «Hollahe! Jetzt ist auch Reichelsheim vertrunken! Reichelsheim ist hin! ist hin! Reichelsheim ist fort, ist fort! Reichelsheim der treue, schnapsbrennende Ort! Reichelsheim ist veritrunken!» 6. «Hollahe! Doch wie man’s treibt, so geht's! Was liegt an dem Verlurste? Man spricht vom vielen Trinken stets, doch nie vom vielen Durste! Reichelsheim ist fort! ist fort! |