| lyric | 1. Mit schwachen Armen, bleichen Wangen, ein Kindlein steht vor’m Bergmannshaus; da trit, das Herz voll heißem Bangen sein Mütterlein zu ihm hinaus. Die Locken streichelt sie demKinde, das fröhlich spricht im Abendschein: Ach, Mütterl horch, die Glocken läuten, jetzt kehrt der Vater wieder heim!
2. Jedoch des Schicksals schnelles Walten manch Lebensglück im Nu zerbricht. Es klingt die Glock vom Turm, dem alten, jedoch den Bergmann bringt sie nicht. Nun fragt das Kind mit bangem Herzen: Was ist denn los, lieb Mütterlein, die Glocken sind schon längst verklungen, kommt denn der Vater noch nicht heim? Die Glocken sind schon längst verklungen, kommt denn der Vater noch nicht heim? 3. Es ist vorbei! Ein Bergmannsleben kehrt nun nach kurzer Fahrt zur Ruh. Der Freunde Trauerklagen geben dem Sterbenden Geleit dazu. Da klingt’s auf einmal, bitter weinend, verklungen kaum des Priesters Reim: Ach, Mütter, horch, die Glocken läuten, jetzt kehrt der Vater nimmer heim. Ach, Mütterl, horch, die Glocken läuten, jetzt kehrt der Vater nimmer heim. |