| lyric | 1. Es liegt ein Schiff fern an dem Indiastrande, bereit zur Abfahrt nach der Heimat hin. Auf dem Verdeck mit goldbesticktem Bande ein Indianermädchen zu der Freundin spricht: Wenn du ihn siehst, sag ihm, daß ich ihn liebe, erinn’re ihn an seinen Treueschwur! Frag ihn, ob er vergaß die heißen Tränen, ach könnt ich doch an seinem Busen ruhn!
2. Das Schiff fährt hin nach Deutschlands gold’nen Auen, wo er vor Monaten sich hinbegab. Er wollt das Land nur mit Begeist’rung schauen, das schöne Land, wo er geboren ward. Wenn du ihn siehst, sag ihm, daß ich ihn liebe, ich küßte gern die Spur von seinem Tritt. Frag ihn, ob er vergaß die heißen Tränen, ach, könnt ich doch an seinem Busen ruhn! 3. Am stolzen Gang wirst du ihn gleich erkennen, an seinem dunkelblond gelockten Haar. Sein ganzes Wesen wird vor Liebe brennen, wenn auf ihm ruht ein dunkles Augenpaar. Wenn du ihn siehst, sag ihm, daß ich jetzt sterbe, erinn’re ihn an meinen frühen Tod! Frag ihn, ob er vergaß die heißen Tränen, ach, könnt ich doch an seinem Busen ruhn! 4. Das Indiaschifl verläßt den Indiastrande, durchkreuzt die Wegen und die helle Flut. Ein Indermädchen steht im Lustgewande und wirft sich voller Wehmut in die Flut. Wenn du ihn siehst, sag ihm, daß ich gestorben, erinn’re ihn an meinen frühen Tod. Sag ihm, daß ich vergoß die heißen Tränen, weil ich nicht konnt an seinem Busen ruhn |