| lyric | 1. Ein Heldin wohlerzogen, mit Namen Isabell, sie schoß mit Pfeil und Bogen so gut als WilhelmTell.
2. Ein Ritter jung an Jahren, mit Namen Eduard, in einem Ritterspiele in sie verliebet ward. 3. Er schenkt ihr in der Stille den schönsten Ritterstrauß, doch nichts brach ihren Willen, sie schlug ihm alles aus. 4. Fahr hin, du stolze Spröde, dein Stolz wird dich gereun. Wenn ich einst tot sein werde, wirst du in Tränen sein. 5. Einst ritt sie eine Strecke als Jägerin in das Holz, da erblickte sie in einer Hecke einen Bären gar ernst und stolz. 6. Bleich, wie vom Blitz getroffen, faßt sich das kühne Weib und schoß mit Pfeil und Bogen dem Bären durch den Leib. 7. Das Roß mußt ihrer warten, sie eilt zum Bären hin, da erblickt sie Eduarden, in Bârenhaut gehüllt. 8. Er konnte nicht mehr sprechen, sein Aug umzog ein Flor, und noch in seinem Röcheln warf er ihr Unrecht vor. 9. Und Wieder nach sechs Wochen, vor Gram verzehrt sie ward, begrub man ihre Knochen im Staube von Eduard. |