| lyric | 1. Spinne mein Rädchen! die Mutter sagt wahr: Am laufenden Fädchen erkennet man kler, wie’s Töchterchen waltet, ob fleißig es ist, je Wahrheit entfaltet, in Trug oder List.
Mädchnen, meidet den falschen Schein, schaffet mit redlichem Herzen an euern gesamten Fädelein bei Ernst und bei fröhlichen Scherzen.
Glaubt, was ihr erspinnet, das lohnt stets, wie’s Rädchen ihr treibet, ja wahrlich, so gehts.
2. Spinne mein Rädchen! die Mutter sagt wahr: Am laufenden Fädchen erkennet man kler, wie’s Töchterchen lebet im häuslichen Kreis, ob’s Gutes erstrebet und Wahres viel weiß!
Mädchen, ehret der Eltern Wort, läutert den eigenen Willen, am reichen Gehorsam bildet fort die Macht, dasGesetz zu erfülllen.
Glaubt, wie iher euch bildet, so lohnet’s euch stets, wie’s Rädchen ihr treibet, ja wahrlich, so gehts.
3. Spinne mein Rädchen! die Mutter sagt wahr: Am laufenden Fädchen erkennet man kler, wie’s Töchterchen wäget die goldene Zeit, ob’s tüchtig sich reget, sich nimmer zerstreut.
Morgenstunde führt Gold im Mund, nützet euch Jugend und Lehre, es bleibet seit ew’gen Zeiten kund, daß niemals sie wiederkehre.
Glaubt, wie ihr nun lernet, so lohnet’s euch stets, wie’s Rädchen ihr treibet, ja wahrlich, so gehts. |