| lyric | Sag', was zagest du? Frieden strahlt des Himmels Bläue In das unruhvolle Herz, Zeigt des Weltenvaters Treue Dir in Freude wie im Schmerz. Frieden winkt das Heer der Sterne In der leise Mahnung zu: Hoffe, Liebe weilt nie ferne. Sage, warum zagest du?
Sag', was fürchtest du? Heute leuchtet Gottes Sonne Noch so schön wie immerdar, Noch durchströmet Maienwonne Mutter Erde jedes Jahr, Und noch folgt ein heller Morgen Auf die nächtlich stille Ruh'. Ach, warum nun ängstlich sorgen! Sage, was denn fürchtest du?
Sag', was suchest du? Lichtwärts schwebend zu den Sternen Und ermessend rings das All, Stürzend hin in Sonnenfernen Unter Lust und unter Qual; Kämpfend, bis am Sarkophage Dir entgegentönet Ruh'! Strebend, ringend Jahr' und Tage: Sage, Mensch, was suchest du?
Sag', was weinest du? Wie des Lenzes Lebensfülle Wird des Herbstes sich'rer Raub, Also trat der Tod die Hülle Deiner Lieben in den Staub. Aber tröstend, wenn sie gehen, Rufen Freund' einander zu: Wiederfinden! Wiedersehen! Stille, Herz, was weinest du? |