| lyric | 1. Still wird's auf der weiten Erde und die Sonne sank ins Meer, eimwärts zieht der Lastbeschwerte, friedlilch kommt der Abend her: jauchzend zieht das junge Leben seinem trauten Heime zu. Und das Glöcklein ruft im Tale: geh’ zur Ruh!
2. Jeder läßt die Arbeit singken, wenn das Abendglöcklein tönt, tut ihm doch die Ruhe winken, die er sich so heiß ersehnt; denn nach Tages Last und Sorgen, wenn erschlafft, ermattet. Ruft das Glöcklein still verborgen; hgeh’ zur Ruh!
3. Doch nicht jeden winkt’s zu schlafen, mancher andrer Meinung war, denn dort ganz vereinsamt trafen wie ein gar verliebtes Paar, diesen ruft das Abendglöcklein andre schöne Worte zu. Leise ruft es ihm ganz leise; geh’ zur Ruh!
4. Einem noch hat’s eigne Klänge, ist ihm doch als hört er dann leise, ferner Grabgesänge, und es weint der alte Mann; denn das Glöcklein ruft dem Greise eine schwere Deutung zu. Leise ruft es ihm ganz leise: geh’ zur Ruh! |