| lyric | 1. Bei jedem Wickel mit der Mutter war mei’ erster Weg von daheim zu dir, und du hast g’sagt, sie ie’ allein, das mußt’ versteh’n, all’s vergent, komm, trink’ a Bier. Dann hast du g’meint, das ganze Leb’n besteht aus Nehmen und viel mer Geb’n.
2. Worauf i aus dein’ Kasten in der Nacht die paar tausend Schilling g’fladert hab’, zum Verputzen in der Diskothek, a paar Tag’ daruf hast mi’ danach g’fragt. I hab’s gestritt’n, hysterisch gepläärt, dein Blick war traurig, dann hab’ i g’reagiert.
Du hast nur g’sagt: „komm, laß ma’s bleib’n, Geld kann gar nie so wichtig sein!“
3. Wenn du vom Krieg erzählt hast, wie du an Russ’n Aug’ un Aug’ gegenüberg’standen bist, ihr habt’s euch gegenseitig an Tschick anboten, die Hand am Abzug hat ’zittert vor lauter Schiß. Oder dei’ Frau, den den ganzen Tag die die Ohr’n vollg’sungen hat. Du hast nur g’sagt: „I hab’ sie gern, i muß net alles, was sise sagt, immer hör’n.“
Ref.: Großvater, kannst du net owakommen auf an schenll’n Kaffee, Großvater, i möcht’ dir so viel sag’n, was i erst jetzt versteh’, Großvater, du warst mein erster Freund, und das vergeß i nie, Großvater!
4. Du warst kein Übermensch, hast auch nie so ’tan, g’rad desweg’n war da irgendwei a Kraft, und durch die Art, wie du dein Leben g’lebt hast hab’ i a Ahnungkriagt, wie man ’s vielleicht schafft. Dein Grundsatz war: z’erst überleg’n, a Meinung hab’n, dahinter steh’n, Niemals Gewalt, alles bered’n, aber a ka Angst vor irgendwem. |