| lyric | 1. Seid ihr beisammenall? Ihr Freund', auf allem Fall zeigt eure Professionen an, daß wir nach Sitten stoßen an mit großen Freuden.
2. Eine Wiege vor die Freud’, eine Bahre vor das Leid, Meinem Hobel ist das alles gleich, der denkt: ich mach’ den Meister reich, Spän’ gibt es allezeit.
3. Meine Arbeit ist wohl fein, von gold und Edelstein; allein das kriegt man bald gar satt, zumal man es nicht eigen nennen hat, gebt mir so güldnen Wein!
4. Wen freut ein kecker Mut, nicht dau’rt sein junges Blut, ich schaff im Wehre mannigfalt zu Scherz und Ernst, wir’d Feindsgewalt; mein Zeug ist allweg gut. Und gilt es wider Feindsgewalt, ein Spieß und Schwert uns auch gefallt.
5. Der Schneider sitzt am Glas: vom Wirt nehm’ ich das Maß. Zu Hause schaff’ ich gar nicht viel, meine Stich mach’ ich beim Kartenspiel, da weiß ich doch, für was.
6. Meine Kunst, das glaubt gewiß! schreibt sich vom Paradies. Von Mägdlein bin ich wert geschätzt, ich hab’ ja, was ihr Herz ergötzt: Veiel und Röslein süß.
7. Gebt meinem Stand die Ehr’! Den Schuster braucht man sehr. Zwar führ ich nicht den besten Gout, allein wer macht euch Hochzeitsschuh wenn ich kein Schuster wär?
8. Und wer kein Pietist und auch keine Hundsfott ist, der mag sich wohl beim Wein erfreun. Mein letzter Schluck soll ehrlich sein! So meint’s ein guter Christ. Stoßt an, Kameraden, stimmet ein: mein letzter Schluck soll ehrlich sein. |