| lyric | ]. Von Syntramo und von Bertram her halt ich davon, es sei kein Mär, wie man noch allzeit davon sagt, dass sie sind gritten auf die Jagd, und Bertram ganz verirrt ist kommen auf dieser Jagd, wie man vernommen. 2. An der Emme nun, bei der Gyssnau hier, von einem ungeheuren Tier ist er gfressen worden elendiglieh. Der Syntram des erbarmte sich; rüst sich, befahl sein Seel zu Gott, der ihm sollt helfen in der Not. 3. Ritt hin wohl wohl an den Kesselgraben, allwo der Drach sein Loch tat haben; macht mit dem Degen ein Geräusch, zu zeigen, dass er ihn heraus heusch. Da kam er, mit Gewalt und- Macht, der Graf gibt ihm kein grosse Acht.
4. Hatten miteinander ein Ritterspiel; sein abg’richt Hunde, die machten viel, zogen den Drachen bei dem Schwanz, dass er davon nicht kommen ganz, sondern sein Leben hat müssen lahn — des sollte mich gar wohl verstahn. 5. Des Drachen Blut zur selben Frist dem Grafen auf d Händ gekommen ist, der darob in Ohnmacht gefallen war. Seine Diener ritten dahar; mit Emmen-Wasser sie ihn gesprützt, der liebe Gott hat ihn beschützt. 6. Das giftig Tier hat er erlegt, das gar viel böses hat gehegt: Gar viel ist’s über d Stadt geflogen, mit Feuerspeien herumgezogen, die Schaf gefressen auf grünen Auen; die Wahrzeichen kann man noch beschauen. |