| lyric | 1. Wend wir aber heben an vom Hagenbach, dem schamparn Mann, wie es ihm ist ergangen: Er lyt zu Brysach im Turne tief und ist syner Söldner Gefangner. 2. Also hub sich der Toppel an, er wollt die Söldner zum Tor us han, si solltend ihm ein Graben machen. Si wolltend ihm nit ghorsam syn; des mocht Hagenbaeh nit lachen. 3. Si tatend diesen Sachen recht - vor was er Herr, jetz ist er Knecht - sy nahmend ihn zu ihren Handen. Ach Landvogt Hagenbaeh von Burgund: Du bist der Söldneren Gfangner! 4. Hagenbaeh war ein böser Lyb: Er hat betrogen mengs Bidermanns Wyb, dazu viel schöne Jungfruwen. Dass er als wenig Gottsforcht hat ghan, des mag syne See] wohltruren. 5. Er hat viel Unglück gmacht im Land, das ist doch denen von Than ein Sehand, dass si’s ihm hand vertragen, dass er so mengem Burger gut den Kopf hat abgeschlagen.
6. Der Eidgenossen Boten kamen dar, und da er ihrer ward gewahr, er sprach: «Ach mein Verderben! Wenn dies die Eidgenossen sind, so muss ich leider sterben!» 7. Wend ihr hören was Hagenbaeh sprach, da er den Henker ane sach? «Muss ich die Stein ufziechen? Wär ich dry Myl von dieser Statt, in Burgund, so wollt ich fliechen!» 8. Nun hörend zu, was Hagenbaeh sprach, da er syn Tod vor Ougen sach: «Ach Maria, muss ich sterben! Wenn es ist Zyt, so hilf du mir dyns Kindes Gnad erwerben.» 9. Das Haupt von synem Körper sprang. Ein Kremerli es zum ersten sang; es hats so wohl gesungen. Ein frischen Buhlen hat es gehept, von dem ist es getrungen. |