Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Weh du Land, das keck mich bannte,

Liedtext

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first_lineWeh du Land, das keck mich bannte,
lyricWeh du Land, das keck mich bannte,
Und da ich zu dir mich wandte,
Mich blodsinnig nicht erkannte;

Wo aus Trümmern nun die blassen
Geister stieren: stolz und Hassen,
Brüder sich ingrimmig fassen.

Habt ihr euch von dem gewendet,
Der barmherzig mich gesenäet,
Wird in Schmach die Ehr' geendet.

Mer will meinen Banner schwingen,
Muß erst mit dem Teufel ringen,
Der ihn selber hält in Schlingen.

Wer so kühn, um mich zu werben,
Zage nicht, für mich zu sterben,
Um das Himmelreich zu erben,

Lieble nicht, nach andern lugend,
Denn ich bin des Herzens Jugend
Und der Völker strenge Tugend.

Bin die Lebensluft der Höhen,
Wo der Atem mag vergehen
Allen, die zur Tiefe sehen,

Flamme, schlank emporgelodert,
Die in Zornesmut, was modert,
Sengend zu Gerichte fodert.

's war ein mächt'ger Wald da droben,
Treulich Stamm in Stamm verwoben,
Mir zum grünen Dom erhoben.

Weh, du schönes Land der Eichen!
Bruderzwist schon, den todbleichen,
Seh' ich mit der Mordaxt schleichen.

Und in künft'gen öden Tagen
Werden nur verworrne sagen
Um den deutschen Wald noch klagen.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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