Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Klangreich auf die Stadt hernieder

Liedtext

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first_lineKlangreich auf die Stadt hernieder
lyricKlangreich auf die Stadt hernieder
Sank die laue Sommernacht,
Zitherklänge, schöne Lieder
Waren da genug erwacht.

Kühl die alten Brunnen rauschten,
Bei dem hellen Mondenschein
Mädchen vor den Türen lauschten
Mancher Mär vom schönen Rhein.

Da wird’s plötzlich still, sie lassen
Lied und Zither bleich und stumm,
Und, wie Geister, durch die Gassen
Gehen düstre Kunden um.

Botschaft, heißt es, ist gekommen
Von dem Kaiser aus Byzanz;
Weit im Orient sei entglommen
Neuer Kriegesfackel Glanz.

Dorthin soll der Julian senden
Seines tapfern Heeres Kern
Und er selbst, mit leeren Händen,
Gallien hüten seinem Herrn.

O Konstantius, arger Kaiser,
Lohnst du so mit schnödem Hohn?
Windest ihm die Lorbeerreiser,
Die er brach, zur Dornenkron’!

Und sie wollen es nicht leiden,
Treu im Glück wie in der Not,
Keiner will von Julian scheiden
Ihres Ruhmes Morgenrot.

Fern des Schicksals Donner rollen,
Und durch das verstörte Heer
Seht ein tiefverhaltnes Grollen
Wie vor nahem Sturm im Meer.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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Internet PageJulian - 02.
II
Gedicht