| lyric | Klangreich auf die Stadt hernieder Sank die laue Sommernacht, Zitherklänge, schöne Lieder Waren da genug erwacht.
Kühl die alten Brunnen rauschten, Bei dem hellen Mondenschein Mädchen vor den Türen lauschten Mancher Mär vom schönen Rhein.
Da wird’s plötzlich still, sie lassen Lied und Zither bleich und stumm, Und, wie Geister, durch die Gassen Gehen düstre Kunden um.
Botschaft, heißt es, ist gekommen Von dem Kaiser aus Byzanz; Weit im Orient sei entglommen Neuer Kriegesfackel Glanz.
Dorthin soll der Julian senden Seines tapfern Heeres Kern Und er selbst, mit leeren Händen, Gallien hüten seinem Herrn.
O Konstantius, arger Kaiser, Lohnst du so mit schnödem Hohn? Windest ihm die Lorbeerreiser, Die er brach, zur Dornenkron’!
Und sie wollen es nicht leiden, Treu im Glück wie in der Not, Keiner will von Julian scheiden Ihres Ruhmes Morgenrot.
Fern des Schicksals Donner rollen, Und durch das verstörte Heer Seht ein tiefverhaltnes Grollen Wie vor nahem Sturm im Meer. |