Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

„O Frühling, wie bist du helle!

Liedtext

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first_line„O Frühling, wie bist du helle!
lyric„O Frühling, wie bist du helle!
Ade nun Hof und Haus!”
Und jubelnd auf den Schwellen
Mit fröhlichen Gesellen
Wandert der Dichter aus.

Doch ihre Lieder wecken
Rings leises Zischen bald,
Kobold‘ aus allen Hecken
Erweisen sich mit Necken
Gar wunderbar im Wald.

Zu Roß, so schön und wüste,
Ein hohes Weib fliegt her,
Behelmt, entblößt die Brüste,
Ihr Aug‘ weckt wild Gelüste,
Sie heißt Soldaten-Ehr‘.

Ihr nach aus Felsenritzen
Schaun graue Wichte klein,
Verstreun von ihren Mützen
Dukaten rings, die blitzen
Blutrot ins Land hinein.

Der Schlauste gar durchs Blaue
Als Flügel-Bübchen schwirrt,
Führt über Berg und Aue
Daher die schönste Fraue -
Die macht erst all verwirrt.

Und der Dichter in dem Toben
Steht einsam auf der Höh‘,
Die andern sind zerstoben,
So still nun ist‘s da oben,
Sein Herz tut ihm so weh.

Er hört der Quellen Gänge
Durch die Waldeinsamkeit,
Da sinnt er auf Gesänge,
Die Welt gibt volle Klänge,
Sein Herz wird ihm so weit.

Und jeden Frühling wieder
Von der schönen Jugendzeit
Singt er vom Berg hernieder
Und Heimweh faßt die Brüder,
Die in dem Tal zerstreut.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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