| lyric | 1. Im Maien ist gut resien, da glänzt der Himmel blau; den Kuckuck hört man schreien und Knab’ und Mägdlein zweien sich auf der grünen Au’. Ein Willkomm’ gib, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien!
2. Laß deine Pfeifen klingen, mein wack’rer Zinkenist; wir woll’n ein Tanzlied singen und einen Reien springen, so breit der Anger ist. Dein Händlein gib, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien!
3. Was nützt das Händedrücken? Dein rosenroter Mund tut mir den Sinn verstricken, kann töten und beglücken, macht krank und macht gesund. Ein Küßlein gib, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien!
4. Dein Mund mag mir nicht frommen, der ist dem Herzen weit; wo die zusamm’n nicht kommen, hat immerdar genommen die Lieb’ ein End’ mit Leid. Dein herzlein gib, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien!
5. Dein Herz, das tut mich kränken, der Flügel und fliegt fort; sollst einen Reif mir schenken, damit will ich es denken an einen trauten Ort. Dein Ringlein gib’, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien!
6. Der Tag hebt an zu schwinden, kalt weht es von den Höh’n; laß schwinden und laß winden zwei die sich treu verbinden, die mag kein Wind zerweh’n. Den Urlaub gib, du zartes Lieb! Im Maien ist gut reisen, im Maien, im Maien! |