| lyric | Erschlagen war mit dem halben Heer der König der Gothen, Theodemer. Die Hunnen jauchzten auf blutiger Wal, die Geier stießen herab zu Thal. Der Mond schien hell, der Wind pfiff kalt, die Wölfe heulten im Föhrenwald. Drei Männer ritten durch's Haidegefild, den Helm zerschroten, zerhackt den Schild.
Der erste über dem Sattel quer trug seines Königs zerbroch'nen Speer; der zwei des Königs Krionhelm trug, den mitten durch ein SChlachtfeld schlug. Der Dritte barg mit treuem Arm ein verhülltes Geheimnis im Mantel warm.
So kamen sie an den Ister tief, und der erste hielt mit dem Ross und rief: Er zerhauener Helm, ein zerhackter Speer, von dem Reiche der Tothen blieb nicht mehr! Und der Zweite sprach: ""In den Wellen dort versenkt den traurigen Gothenhort, dann springen wir nach von dem Uferrand was säumst du, Meister Hildebrand?""
""Und tragt ihr des Königs Helm und Speer, ihr treuen Gesellen ich trage mahr!"" Auf schlug er seinen Mantel weich: ""Ich trage der Gothen Hort und Reich! Und habt ihr gerettet Sperr und Kron', ich habe gerettet des Königs Sohn! Erwache, du Knabe, ich grüsse dich. Du König der Gothen, jung Dieterich."" |