| lyric | 1. Es wollt ein Mann zum Weine gehn. Die Frau tat das nicht gerne sehn. Sie wetterte und zeterte, und treib es gar so toll, daß ihrem Mann zu guter Letzt die Zornesader schwoll.
2. Er nahm die Frau bei ihrer Hand und sperrte sie nicht sehr galant zur Straf' in eine Kammer ein, daß läutre sich ihr Sinn, nahm Stockj und hut, schritt wohlgemut zum ""Goldnen Drachen"" hin.
3. Trank fleißig zu dem guten Wein, und sah recht tief ins Glas hinein. Erst in der Früh, beim Hahnenschrei zog singend er nach Haus und ließ alsbald sein Eheweib aus dem Verlies heraus.
4. Was nun geschah, ist bald gesagt: Es hat die Frau nie mehr geklagt. Und stand dem Mann der Kopf nach Wein, so hielt sie fein den Mund; sie dacht bei sich: bezähm ich mich, dann bleibt die Eh' gesund. |